Aktuelles, Presseberichte

Von Johannes Götzen

az 14 02 2017 wormser sporthallen sind wieder freigegeben

WORMS - Es gibt keine weiteren Hiobsbotschaften. Die Stadt Worms hat vermeldet, dass nun alle Untersuchungen von abgehängten Decken beendet werden konnten. Es sind jetzt keine weiteren mehr dabei, die komplett entfernt werden müssten. Damit konnte nun ein „Fahrplan“ für die zum Glück kleine Zahl an Deckensanierungen aufgestellt werden.

 

Die Stadt Worms musste in den vergangenen Wochen insgesamt elf Turn- und Gymnastikhallen schließen, um die Deckenkonstruktionen auf ihre Sicherheit hin zu überprüfen (wir berichteten). Jetzt seien die Ergebnisse allesamt von dem damit beauftragten Statiker ausgewertet worden, teilte die städtische Pressestelle mit. Außer den Sporthallen der Grundschule in Heppenheim, der Karmeliter-Realschule plus sowie der Gymnastikhalle der Staudinger-Schule können damit nun alle Sportstätten wieder freigegeben werden. In den drei genannten Hallen sowie in der Staudinger-Grundschule müssen die Decken allerdings vollständig demontiert werden.

 

Die entsprechenden Arbeiten in der Staudinger-Grundschule haben bereits am Freitag begonnen. Diese war Auslöser für die umfangreichen Überprüfungen gewesen: Im Januar hatte dort während des Unterrichts eine Deckenkonstruktion nachgegeben. Die Lehrerin hatte richtig reagiert und die Kinder hinausbegleitet, es ist niemand zu Schaden gekommen. Die Stadt hatte daraufhin alle Räumlichkeiten mit ähnlichen Deckenkonstruktionen gesperrt und eingehend von zwei externen Experten überprüfen lassen.

 

In der Staudinger-Grundschule werden nun im ersten von vier Gebäuden die Decken ausgebaut. In der Neuhauser Grundschule sollen nun ebenfalls nach und nach alle vier Pavilloneinheiten von den alten Decken befreit werden. In den Demontagepausen, in denen die Elektriker tätig sind, wird die Firma die Deckenkonstruktionen in der Sporthalle in Heppenheim und in der großen Sporthalle des Eleonoren-Gymnasiums entfernen. Dort ist es zwar nicht eine abgehängte Decke, die Sorgen bereitet, aber es gibt große Feuchtigkeitsschäden. In der Sporthalle des Gymnasiums waren bereits im November vergangenen Jahres bei der Überprüfung der Deckenplatten Feuchteschäden entdeckt worden. Dadurch ist die Standsicherheit der Decke nicht mehr gewährleistet. Bis nach den Sommerferien soll die Halle wieder nutzbar sein.

 

Zu guter Letzt werden noch die Decken in der Gymnastikhalle der Staudinger-Schule und in der Sporthalle der Karmeliter-Schule demontiert, so die Stadt.

 

Die Ursache

Die Prüfungen haben ergeben, dass die Decken in der Staudinger- Grundschule und den elf untersuchten Sporthallen alle ähnlich aufgebaut sind: Die Platten wurden mit Nägeln an einer Unterkonstruktion aus Holzlatten befestigt.

 

Bei den Decken, die nun erneuert werden müssen, wurden jedoch zu wenige Nägel verwendet. Zudem waren die Holzlatten so angebracht, dass die schmale Seite nach unten zeigte, wodurch weniger Halt für die wenigen Nägel blieb.

 

Aus Sicht der Stadt sind die Montagearbeiten in diesen vier Objekten damals also fehlerhaft erfolgt. Ob sich die Firma oder die Firmen, die dafür verantwortlich sind, noch herausfinden lassen, ist noch offen.

 

Quelle: http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/rheinhessen/wormser-sporthallen-sind-wieder-freigegeben_17680390.htm

Stromberg. Kaum ist der letzte Gast aus dem Haus, beginnt der Roboter sein Werk der Zerstörung - und bereitet so den Weg für eine umfassende Neugestaltung des Land und Golf Hotels Stromberg.

Von unserem Redakteur Dominic Schreiner

Es ist Sonntag, 17. Juli. Vor wenigen Minuten haben die letzten Gäste aus dem Land und Golf Hotel Stromberg ausgecheckt, schon dirigiert ein Arbeiter per Joystick eine tonnenschwere, kleine Maschine ins Foyer des Vier-Sterne-Superior-Hauses. Minuten später beginnt der Roboter, der wie ein Miniaturbagger aussieht, mit dem Abriss der holzgetäfelten Bar im Eingangsbereich. Dort, wo es jetzt kracht und knirscht, hatten am Vorabend noch Gäste bei leiser Musik ihre Cocktails, Longdrinks und Weine genossen. Für die nächste Zeit stehen in der Bar nur Lärm, Maschinen und Handwerker auf der Karte. So wie im Rest des Hotels auch.

Vier Wochen hat das Land und Golf Hotel im Stromberger Schindeldorf geschlossen, mitten in den Sommerferien. Wenn am 15. August die ersten Gäste
wiederkommen, um zu speisen, im Wellnessbereich zu entspannen oder auf dem 18-Loch-Platz zu golfen, wird das Haus ein neues Gesicht haben: Die Lobby nebst Bar und Bibliotheksbereich werden komplett umgestaltet, dazu bekommen 109 Zimmer und mehrere Suiten einen zeitgemäßen Look verpasst. "lch bin bereit. Es kann jetzt losgehen", sagt Andreas Kellerer und streift schwarze Arbeitshandschuhe über.

Jeans und Sneaker statt edlem Tuch

Kellerer ist der Direktor des Hauses und neben Dark Lütke Brochtrup einer von zwei Geschaftsführern von BUL, der Betreibergesellschaft des Viereinhalb-Sterne-Hotels. Normalerweise ist Kellerer im feinen Zwirn und mit vollendeten Umgangsformen im Haus unterwegs. Normalerweise. Für die kommenden Wochen tun es aber Jeans, Sneaker und hemdsärmeliges Mitanpacken.

Jetzt schauen ihn gerade 75 Augenpaare an: Die Hälfte der Belegschaft ist angetreten, um beim Leerräumen der Hotelhalle zu helfen. Der Rest wurde bereits in den Urlaub geschickt. Minuten später wuseln Concierges, Kellner und Köche im Freizeitdress durch das Erdgeschoss, tragen Tische, Sessel, Vasen und Lampen ins Lager. Vor dem Hotel fahren stoßweise Transporter vor. Zu Spitzenzeiten sollen später mehr als 100 Handwerker von 23 Firmen, darunter auch einige aus der Region, zeitgleich am Projekt mitarbeiten - Bauleitung und unterstützende Hotelmitarbeiter nicht eingerechnet.

Die BUL übernahm das Haus im Hunsrück 1998, seit 1999 ist Kellerer dort Chef. Lütke Brochtrup ist ebenfalls seit 25 Jahren in der Unternehmensgruppe Müller-Touristik tätig, die mit Busreisen groß geworden ist und zu der die BUL gehört. "Das Objekt war aufgrund seiner finanziellen Schieflage günstig zu haben", sagt Kellerer. lnzwischen hat das Haus schon etliche Großbaustellen erlebt: "Seitdem wir es gekauft haben, haben wir aile Bereich angepackt und auf den Kopf gestellt", sagt Lütke Brochtrup.

Stetige lnvestition als Notwendigkeit

in Beton und Betten müssen Privathotels auch investieren, um am Markt bestehen zu können. "Wır sind durch die Entwicklungen in der Hotellerie getrieben", erklärt Kellerer. Im nur 40 Fahrminuten entfernten Mainz entstehen in nächster Zeit gleich mehrere neue Hotels, die zu Ketten gehören. Um konkurrenzfähig zu sein, muss ein Privathotel seinen Gästen moderne Standards und gute Optik bieten und sich nicht nur auf ein Geschäftsfeld - wie etwa Golfer oder Kurzurlauber - konzentrieren. So hat man sich mit dem Bau eines 2500 Quadratmeter großen Spa 2013 und einem stetigen Ausbau des Serviees für Tagungsgäste permanent breiter aufgestellt, um einen sichereren Stand zu haben. Diskretion, branchenüblich in
einem Hotel dieser Klasse, herrscht auch beim Thema Höhe der lnvestitionen: Wıe viel Geld der Umbau kostet, darüber schweigen sich Kellerer und Lütke Brochtrup aus.

"Die Decke kommt raus, der Teppichboden auch", gibt Constanze Schlumberger einem Handwerker Anweisungen. Die lnnenarchitektin ist Bauleiterin für den Bereich der Hotelhalle. In den oberen Etagen eilt ihre Kollegin Sandra Schreiner durch die Flure und überwacht die Umgestaltung von 109 Zimmern, die - bis auf die Bäder - ebenfalls zeitgemäß aufgehübscht werden. Seit einigen Jahren arbeitet das Hotel mit dem Büro Lemmer Concepte aus Mainz zusammen. Inhaberin Beate Lemmer konnte schon einigen Privathotels, vier Sterne aufwärts, ihren Stempel aufdrücken. im Januar 2015 saßen die Kreativen das erste Mal mit den BUL-Chefs zusammen, in unzähligen Terminen entwickelte man ein Konzept.

Und das wird jetzt Realität - endlich, ist man auf der Großbaustelle geneigt zu sagen. Denn bei allen Beteiligten, auch den Vertretern des Generalunternehmers Hagenauer aus lmmenstadt, der den Umbau der Zimmer und Suiten bauseitig ausführt, ist jetzt zu Anfang der Stressphase eine Mischung aus Anspannung und Vorfreude zu verspüren. Die größte Herausforderung beim Projekt: der wirklich sehr enge Zeitplan, der kaum Fehler verzeiht.

Zwei Wochen später, 31. Juli. "Ein bisschen mehr einschlagen, noch ein Stück zurück", ruft Kellerer, während er eine Limousine mit Kennzeichen aus der Region aus einer Lücke zwischen Baufahrzeugen und Materialstapeln auf dem Parkplatz vor dem Hotel dirigiert. "Die wollten zum Mittagessen zu uns kommen", sagt er. Und scheint dabei ehrlich zu bedauern, dass die lnsassen des Wagens nicht ausgestiegen sind. "lch werde Herzklopfen bekommen, wenn in zwei Wochen die ersten Gäste kommen", sagt er. Herzklopfen, weil er und sein Team einfach Spaß am Umgang mit den Gästen haben, wie Kellerer immer wieder glaubhaft betont. Und Herzklopfen, weil die gesamte Belegschaft darauf gespannt ist, wie die Gäste auf den Umbau reagieren werden. "Einige haben uns auf den Weg gegeben: ,Es ist doch so gemütlich hier. Hoffentlich bleibt das so"', sagt er. Und eilt zurück auf die Baustelle. im Eingangsbereich arbeiten Handwerker simultan an Decke und Boden. In den Etagen sind Maler in den Zimmern unterwegs, in den Juniorsuiten sind gerade die Fenster ausgebaut. Statt Ausblick auf das saftige Grün der Driving Range des Golfplatzes gibt es dort blaue Schutzfolien.

Hungrige Mitarbeiter von Abrissfirmen

Andere Handwerker sitzen derweil im Büfettrestaurant des Hotels und essen. Denn die Männer (und wenigen Frauen) werden für die Dauer der Baustelle und für einen Preis, wie er in Kantinen üblich ist, vom Hotel verpflegt. Frühstück, Mittagessen, Abendessen. "Die erste Woche war beeindruckend. Da waren die Abrissfirmen hier. Und die haben richtig Hunger", sagt Kellerer und lächelt. Die Hälfte der Bauzeit ist rum, für den Laien ist es kaum vorstellbar, dass das aktuelle Chaos in zwei Wochen wieder behoben ist. "lch bin zuversichtlich: Wir schaffen das", sagt Lütke Brochtrup gelassen. Montag, 15. August. Wıedereröffnung. Um 8.30 Uhr stehen bereits einige Pkw auf dem Hotelparkplatz: Die ersten Gäste sind eingetroffen, in der Mehrzahl Tagungsgäste. im Laufe des Tages werden auch Stammgäste anreisen, eigens um das Ergebnis der vierwöchigen Bemühungen zu begutachten. Ein besonderer Stammgast war bereits vor zwei Tagen da. Ein älterer Stromberger, der jeden Tag auf seiner Runde mit seinem Hund im Hotel Pause macht, um einen Cappuccino zu trinken. Als die neue Kaffeemaschine in der umgebauten Bar funktionsbereit war, rief eine Mitarbeiterin des Hotels den Mann an: "Wir hätten gem, dass sie unsere neue Maschine als Erster testen." Ein paar Minuten später war er da.

Der Umbau ist vorbei - wie werden die Gäste reagieren?

Hoteldirektor Kellerer trägt jetzt wieder Anzug und Krawatte. Und präsentiert mit schwungvoller Geste die Veränderungen im Entrée des Hotels. Auf der linken Seite zeigt sich der neue Empfangsbereich aufgeräumt, ein verspieltes Element, eine gigantische silberne Christofle-Uhr im Hintergrund, durchbricht die Geradlinigkeit. Geradeaus findet sich der neue Bibliotheksbereich. Wo vorher englische Klubhausatmosphäre nebst hölzerner Kassettendecke herrschte, gibt es jetzt ein zeitgemäßes Design: rote Ohrensessel, moderne Klubbestuhlung, keine beschrifteten Glasflachen mehr, dafür eine abgehängte Decke mit LED-Beleuchtung. Die Bar, vorher fast ein geschlossener Raum im Raum, wirkt jetzt erheblich edler, moderner, lichtdurchlässiger, hat wertige Hölzer und eine schick abgepolsterte Theke verpasst bekommen. Die 109 überarbeiteten Zimmer vermitteln immer noch, dass man sich in einem Landhotel befindet. Aber auch dort herrscht jetzt eine klare Designlinie, die sich nun durch das ganze Haus zu ziehen
scheint. "Für mich waren die vergangenen vier Wochen eine ganz besondere Zeit. Und jetzt freut man sich über die Komplimente der Gäste - der Zuspruch ist bislang enorm, es scheint, dass wir ihren Geschmack getroffen haben", sagt Kellerer zufrieden. Und die nächste Baustelle? "Wir wissen es noch nicht, schauen aber voraus und wollen demnächst im Tagungsbereich nachlegen", deutet der Hoteldirektor an. Und wendet sich mit einem Lächeln einem neuen Gast zu.

Bautagebuch eines Hotels 001

bautagebuch eines Hotels 002

MARIA WARD Historische Schulhäuser für 1,2 Millionen Euro saniert / Bistum, Land, Förderverein und Stiftung als Finanziers

Maria Ward Schule 1

MAINZ - Nach der Sanierung ist vor der Sanierung, zumindest wenn es nach Andrea Litzenburger geht. Bei Land und Bistum bedankte sich die Leiterin des Maria-Ward-Gymnasiums für die Zuschüsse zur Erneuerung des vorderen und hinteren Schulhauses – und zugleich auch für die Gelder, die für die kommenden Bauabschnitte fließen mögen. Eine rhetorische Volte, die Bildungsministerin Vera Reiß allen Respekt abnötigte: Bei der Oberstudiendirektorin könne sie, was das Rednerische betrifft, noch was lernen.

 

1,2 Millionen Euro hat die Ertüchtigung von insgesamt 16 Klassen- und Kursräumen, drei Gruppenräumen und eines Meditationsraums gekostet, maßgeblich gefördert vom Bistum Mainz, dem Land Rheinland-Pfalz, dem Förderverein und der Förderstiftung. „Sie haben den entscheidenden Schritt von einer Lern- zu einer Lebensschule gemacht. Das spürt man sofort, wenn man hier reinkommt“, hielt Reiß bei der Feier zur Fertigstellung der Räumlichkeiten fest. „Schon lange war die Renovierung vonseiten der Schülerinnen erwünscht“, erklärten Paula Engel und Mona Niepold für die Schülerinnenvertretung: „Wieder einmal hat sich gezeigt, wie viel man im Team erreichen kann.“

 

An der Maria-Ward-Schule haben sie, was vorübergehende Umzüge aufgrund von Sanierungsarbeiten angeht, zuletzt reichlich Erfahrung gesammelt. „Ich muss gestehen, dass wir alle müde waren wegen des ständigen Umherwanderns aufgrund von Bauarbeiten“, betonte für das Kollegium Angelika Schwank-Bröer. In den vergangenen Jahren wurden die Fachräume saniert, Engelhaus, Fechenbacher Hof und Fachtrakt barrierefrei erschlossen sowie der Fechenbacher Hof ausgebaut.

 

Mit dem Beginn der Osterferien startete die Innensanierung des historischen Schulhauses, das zwischen 1880 und, auf vier Geschosse aufgestockt, 1898 errichtet und zuletzt vor 30 Jahren erneuert worden war. „Es war so richtig in die Jahre gekommen“, sagte Norbert Schüler. Der Vorstandsvorsitzende der Trägerstiftung hatte die Gesamtkoordination des Projekts übernommen.

 

Die Kunst bestand darin, den ursprünglichen Charakter der Häuser zu erhalten und zugleich die Räumlichkeiten auf den neuesten Stand zu bringen. „Man sieht den Gebäuden ihre 130 Jahre an“, hielt Schwank-Bröer fest, „aber im Inneren stehen wir in ganz modernen Räumen.“

 

Akustikdecken eingebaut

 

Alle Klassenräume haben neue Akustikdecken erhalten, vier Räume sind nun speziell für Hörgeschädigte geeignet. Böden, Lampen und Wandschränke sowie das Farbkonzept wurden erneuert, alle Säle haben einen Beamer. Auch die Toilettenanlagen wurden renoviert. „Wir haben uns entschieden, während der Arbeiten keine Klasse auszulagern und auch keine Container anzumieten“, berichtete Litzenburger, „die Schulgemeinschaft rückte mal wieder, in bemerkenswerter Weise, zusammen.“

 

„Die Ministerin hat Charme und Grazie der Schülerinnen betont“, sagte Generalvikar Dietmar Giebelmann, „als Nachbar kenne ich auch die Stimmgewalt der Schülerinnen, wenn sie in Kontakt treten zum Willigis-Gymnasium.“ Die Mädchen haben nun, wie Schwank-Bröer berichtete, auch eigene Spinde: „Das sind kleine, persönliche Ecken, die ganz individuell verziert werden können – von Pu dem Bären über Justin Bieber bis zu den Jungs vom Willigis“. Die Sanierungen seien, befand Schüler, notwendig, um „in der großzügigen Mainzer Schullandschaft wettbewerbsfähig zu bleiben“.

 

Quelle: http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/nachrichten-mainz/130-jahre-alt-aber-innen-nagelneu_16356945.htm

Landrat Dr. Fritz Brechtel hat jetzt gemeinsam mit dem Bauausschuss des Kreises Germersheim den Startschuss für den zweiten Bauabschnitt an der Integrierten Gesamtschule in Rülzheim gegeben.

Zweiter Bauabschnitt der IGS Rülzheim 1

 

In diesem Schuljahr ist die IGS Rülzheim erfolgreich in die Oberstufe gestartet. „Dieser erfolgreiche Schritt zeigt, dass Kreistag und Verbandsgemeinderat mit dem Bau der IGS die richtige Entscheidung getroffen haben. Heute starten wir den 2. Bauabschnitt, nämlich den Umbau des bestehenden Gebäudes. Damit erfolgt endgültig die Umgestaltung des Gebäudes  in eine moderne, den Anforderungen entsprechende, Integrierte Gesamtschule“, sagte Landrat Dr. Fritz Brechtel beim offiziellen Start dieser Bauarbeiten am 22. September. Der Landrat betonte im gleichen Zug,  wie wichtig es dem Landkreis ist, alle Schulen im Zuge ihrer Weiterentwicklungen gut auszustatten und beste Lern- und Lehrbedingungen zu schaffen.

 

60 Schülerinnen und Schüler besuchen in Rülzheim seit diesem Schuljahr die Klasse 11. Insgesamt besuchen 635 Kinder und Jugendliche diese IGS. „Das zeigt, dass die Schule gut angenommen wird. In Rülzheim kann nun auch das Abitur erreicht werden. Damit wird der Standort für viele künftige Schülerinnen und Schüler interessant und aufgewertet“, so der Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Matthias Schardt.

 

Der Erste Kreisbeigeordnete Dietmar Seefeldt betonte, dass mehr Klassen mehr Platz benötigen: Um das bestehende Gebäude in Rülzheim umbauen zu können, wird es komplett entkernt, saniert und den Bedürfnissen angepasst. Nach einer Bauzeit von rund 20 Monaten kann dann das Gebäude wieder bezogen werden. „In der Zwischenzeit ist es unumgänglich, dass weitere Klassen in Container ausweichen. Deshalb müssen wir die Anzahl von sechs auf 13 Klassenzimmer bzw. Differenzierungsräume erhöhen. Nur so können die Handwerker zügig und zielgerichtet arbeiten und vor allem der Unterricht weitgehend störungsfrei ablaufen“, so Dietmar Seefeldt.

Zweiter Bauabschnitt der IGS Rülzheim 2

Für rund 7,6 Mio. Euro bekommt das Gebäude jetzt neue Fenster und Haustechnik, neue Böden, Decken und Zwischenwände.

 

Insgesamt kosten den die Neu- und Umbaumaßnahmen, also mit bereits bestehendem Neubau an der IGS Rülzheim ca. 11,6 Mio. Euro. Das Land Rheinland-Pfalz fördert die Sekundarstufe I, den Neubau und die Maßnahmen am Altbau mit insgesamt ca. 5 Mio. Euro.

 

Für die Containerkosten muss der Kreis zusätzlich 450.000 Euro aufbringen.

 

Die Maßnahme wird voraussichtlich zum Schuljahr 2017/18 abgeschlossen sein.

 

Quelle: http://www.kreis-germersheim.de/kv_germersheim/Kreisverwaltung/Aktuelles/Medieninformationen/2015/Zweiter%20Bauabschnitt%20der%20IGS%20R%C3%BClzheim%20startet%20-%20Bestehendes%20Geb%C3%A4ude%20wird%20saniert

Von Michael Erfurth

 

MAINZ - Im Sommer 2016 will Edeka den Umbau des ehemaligen Real-Marktes an der Weberstraße in Weisenau abgeschlossen haben. Dann soll der größte Lebensmittelmarkt des Unternehmens in Mainz als „Scheck-in-Center“ eröffnen. Neben den Real-Märkten im Bretzenheimer Gutenbergcenter und an der Rheinallee in Mombach ist der Standort am Autobahnanschluss Weisenau der dritte für einen großen SB-Warenmarkt, den das Zentrenkonzept der Stadt zulässt.

Mainz - Edeka im alten Real

Nachdem Real seinen Markt in Weisenau, in dem früher unter anderem die amerikanische Kette Wal-Mart eine Filiale hatte, im Oktober 2014 geschlossen hat, steht das direkt an der A60 liegende Gebäude leer. Das soll sich im nächsten Jahr ändern. Nachdem der Bauantrag im Juni 2015 „in enger Abstimmung mit der Stadt eingereicht wurde und zwischenzeitlich alle städtischen Fachämter ihre Stellungnahmen abgegeben haben sowie die Stellungnahmen der zuständigen Landesämter und weiterer Fachbehörden ebenso vorliegen, hoffen wir jetzt auf eine auflagenfreie Baugenehmigung“, sagte ein Sprecher von Edeka Südwest auf AZ-Anfrage.

 

Betreiber des Centers werde die „renommierte und traditionsreiche Kaufmannsfamilie Scheck“, so der Edeka-Sprecher. Die Familie betreibt insgesamt zwölf sogenannte „Scheck-in-Center“ in Baden-Württemberg und in Frankfurt und will dieses Konzept auch in Mainz umsetzen.

 

Höherwertiges Angebot

 

Das von Grund auf neu errichtete Scheck-In-Center werde die Einkaufskultur in Mainz nachhaltig bereichern, wirbt Edeka für den neuen Standort. „Wir sind der Überzeugung, dass das Einkaufserlebnis im Lebensmittelbereich für die Menschen in Mainz vielfältiger und reichhaltiger werden wird.“ Dazu stehe eine modern gestaltete Verkaufsfläche mit über 6.800 Quadratmetern zur Verfügung. Scheck-in-Center gelten als Lebensmittelmärkte mit höherwertigem Angebot.

 

Im Erdgeschoss werde ein „zukunftsorientierter Markt der neuesten Generation entstehen“. Die Kunden sollen eine auf die Region abgestimmte Sortimentsvielfalt erleben. Im Bio-Sortiment wolle das Scheck-In-Center eine Vorreiterrolle einnehmen. Dieses werde durch eine Produktpalette von Alnatura ergänzt. Hinzu kommt Gastronomie der Bäckereikette K&U. Im Untergeschoss soll ein Getränkemarkt auf rund 700 Quadratmetern Platz finden.

 

Größeres Gebäude, mehr Parkplätze

 

Das Gebäude sei vollständig entkernt und werde mit einem neuen Anbau in Richtung Autobahn deutlich erweitert. Das energetisch grundsanierte Dach soll im Bereich des Neubaus eine Begrünung erhalten.
Der gesamte Eingangsbereich im Erdgeschoss soll eine neue, vollflächige Verglasung erhalten. Das Erdgeschoss werde mit dem tieferliegenden offenen Geschoss über ein Treppenhaus, zwei Kundenaufzüge sowie über einkaufswagentaugliche Rollsteige erschlossen.

 

Gegenüber der bisherigen Stellplatzsituation werde ein vergrößertes Parkplatzangebot entstehen. Insgesamt sollen über 360 Stellplätze mit einer Breite von mindestens 2,70 Meter zur Verfügung stehen.
Nach Erhalt der Baugenehmigung und der Baufreigabe wollen Edeka und Scheck umgehend mit den weiteren Bauarbeiten beginnen, um im Sommer 2016 den Markt eröffnen zu können.

 

Quelle: http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/nachrichten-mainz/mainz-edeka-will-seinen-groessten-lebensmittelmarkt-im-alten-real-errichten_16334687.htm