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Heiligkreuz-Areal in Mainz: Supermarkt und 242 Wohnungen statt alten IBM-Hallen

Mainzer Allgemeine Zeitung 01.08.2017

Von Carina Schmidt

MAINZ - Kabelberge verteilen sich über den Boden. Metallplatten werden von der Decke gerissen. Das Chaos ist gewollt, denn die Bauarbeiter arbeiten buchstäblich mit Hochdruck am Abbruch der alten Hallen auf dem ehemaligen IBM-Gelände. Wenn alles nach Plan verläuft, kann Anfang September der Spatenstich für den ersten Bauabschnitt auf dem insgesamt 30 Hektar großen Heiligkreuz-Areal gefeiert werden.

 

1500 Quadratmeter für Tegut, 500 für Rossmann

Wie mehrfach berichtet, sollen an der Hechtsheimer Straße nach dem Entwurf des Wiener Architekturbüros „Hermann und Valentiny“ insgesamt 242 Wohnungen und ein Nahversorgungszentrum entstehen.

 

„Ein bis fünf Geschosse sind für die zwei Gebäude mit einer Bruttogeschossfläche von 55.000 Quadratmetern geplant“, informiert Wolfram Richter, der sich mit Albert ten Brinke zu der Projektgesellschaft „Richter und Ten Brinke Gruppe“ zusammengeschlossen hat. Eines der beiden Gebäude soll einen Durchbruch erhalten, durch den eine neue Straße führen wird.

 

Während das Erdgeschoss komplett für Geschäfte reserviert ist, sind in den oberen Stockwerken Mietwohnungen vorgesehen (39 mit fünf Zimmern, 31 mit vier Zimmern, 85 mit drei Zimmern, 84 mit zwei Zimmern und drei mit einem Zimmer). 61 Appartements werden barrierefrei und damit rollstuhlgerecht sein. Insgesamt sollen 125 Wohnungen sozial gefördert werden.

 

Um die Blöcke herum sollen Arkaden-Gänge mit einer Tiefe von fünf Metern und einer Höhe von sechs Metern führen, die in einen Quartiersplatz münden. Die Wohnungen, die zur Hechtsheimer Straße liegen, sollen alle eine Loggia erhalten. Dahinter wird sich ein sogenannter Lichtbrunnen befinden, der eine Frischluftzufuhr-Öffnung nach unten zum Arkadengang hat und zum Himmel ebenfalls geöffnet ist.

 

Kita für 154 Kinder geplant

Als Nahversorger hat sich die Projektgesellschaft für Tegut entschieden. „Das Unternehmen wurde frühzeitig in die Planung eingebunden, damit die Räumlichkeiten nach deren Vorstellungen gestaltet werden können“, sagt Albert ten Brinke. 1500 Quadratmeter stehen dem Vollsortimenter zur Verfügung. Weitere 500 Quadratmeter wird der Drogeriemarkt Rossmann mieten. Außerdem sind im Erdgeschoss ein Bäcker, eine Metzgerei, eine Eisdiele und eine Kita mit sieben Gruppen für 154 Kinder vorgesehen.

 

Vor dem Haus sind 220 Parkplätze geplant, die in erster Linie Kunden zur Verfügung stehen werden. Für die Anwohner ist eine Tiefgarage vorgesehen. Ende 2018/Anfang 2019 soll das rund 100 Millionen teure Projekt fertiggestellt sein. „Die Grundstücksangelegenheiten sind geregelt, der Bauantrag wurde bereits im März eingereicht“, sagt Wolfram Richter. „Jetzt warten wir quasi täglich auf die Baugenehmigung.“

 

Für Richter und ten Brinke, die schon mehrere Projekte zusammen verwirklicht haben, sei das Vorhaben in Mainz besonders interessant, weil es an der Nahtstelle von Oberstadt und Weisenau entsteht und damit zwei Stadtteile verbindet.

 

Quelle: http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/nachrichten-mainz/heiligkreuz-areal-in-mainz-supermarkt-und-242-wohnungen-statt-alten-ibm-hallen_18080055.htm