PCB-Sanierung (PCB-Richtlinie NRW)

Eine Sanierung PCB-belasteter Gebäude hat zum Ziel, die Raumluftbelastung durch PCB-haltige Produkte dauerhaft zu senken. Dies sollte durch restloses Entfernen der PCB-haltigen Produkte (Primärquellen) geschehen, in Ausnahmen kann auch eine räumliche Abtrennung sinnvoll sein. Sekundärbelastungen, die durch Ausgasen von PCB entstanden sind, können oft auch durch Beschichten saniert werden.

Die Sanierungsmaßnahmen sind durch qualifizierte Firmen, die über die entsprechende Fachkunde und die erforderlichen Geräte verfügen, durchzuführen und sind anzeigepflichtig bei der zuständigen BG (BGR 128) sowie bei der zuständigen Arbeitsschutzbehörde.

Die Sanierung erfolgt nach detaillierter Aufnahme der Primär- und Sekundärbelastungen und Erstellung eines Sanierungskonzeptes in Schwarzbereichen unter Einhaltung von Arbeitsschutzmaßnahmen (Vorsorgeuntersuchungen, Schutzkleidung). Im Gegensatz zur Asbestsanierung kann dabei meist von Unterdruckhaltung und Abluftfilterung abgesehen werden. Es handelt sich jedoch um Arbeiten in kontaminierten Bereichen gemäß BGR 128.

Der Sanierungserfolg ist durch Raumluftmessungen nachzuweisen. Diese sind von einer zugelassenen Meßstelle durchzuführen; PCB-Gehalte von 300 ng/cbm sollen unterschritten werden.

Es gelten die entsprechenden abfallrechtlichen Bestimmungen für PCB-Abfälle (über 50 mg PCB/kg):

  • Verpackung und Bereitstellung in zugelassenen Behältnissen,
  • Entsorgung nur in zugelassenen Anlagen (Verbrennungsanlagen, Untertagedeponien),
  • Transportgenehmigung erforderlich,
  • Bilanzpflicht des Abfallerzeugers ab 2 t PCB-haltigen Abfällen.

PCB beim Abbruch

Bei Verdacht auf PCB-belastete Baustoffe sind diese zu untersuchen und ggf. (Gehalte über 50 mg/kg in der Originalzubereitung) zu entfernen und zu separieren.

Die folgende Sanierung kann sich auf die Entfernung der Primärquellen beschränken; die Erfolgskontrolle erfolgt durch Sichtprüfung.

Der Betrieb, der die Sanierung durchführt, muß die bei der Sanierung anfallenden PCB-haltigen Abfälle (Abfälle mit PCB-Gehalten < 50 mg/kg gelten für die Entsorgung als PCB-frei) bis zur Abholung durch einen Beförderer separat und gekennzeichnet an geeigneter Stelle bereitstellen.

pcbhaltigesfugenmaterial

Entsorgung von PCB-haltigen Abfällen

Im Zuge der Demontage werden die Gefahrstoffe zuerst in vorgeschriebenen spezielle Säcke und anschließend in staub- und reißfeste Big-Bags verpackt. Für die Entsorgung von grösseren Mengen können diese im Handel oder auf Anfrage auch gern bei uns erworben werden.

Sie haben Fragen, benötigen eine Beratung oder möchten ein Angebot?
Rufen Sie uns an, schicken Sie eine Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder nutzen Sie unser Kontaktformular!