Projekte

Kongresshalle: Der Kampf gegen die Zeit

10.08.2010 - Augsburger Allgemeine
Von Thomas Faulhaber

Ohrenbetäubend schriller Lärm der Betonsägen, wummernde Bässe der Presslufthämmer – so hört sich die „Musik“ in der Kongresshalle derzeit an. „Wir bemühen uns intensiv um die Zerstörung des Gebäudes“, sagt Architekt Gerhard Tham mit einem Schmunzeln.

Denn vor dem Neubau steht der Abriss der alten Einbauten, was daran liegt, dass die komplette Technik erneuert wird. „Es läuft aber prima. Wir sind im Zeitplan“, sagt Tham. Ob man noch voll im Kostenplan ist, zeigt sich erst Ende des Monats. Dann wird eine erste Bilanz gezogen.
Überraschungen gibt es schon jetzt. Eine gute ist: Es wurde so gut wie kein gefährliches Asbest gefunden. Die schlechte: Der Estrich war kaputter als gedacht. Er musste komplett entfernt werden. Mehrkosten: 100 000 Euro. „Wir können das aber intern durch Einsparungen an anderer Stelle ausgleichen“, sagt Tham. Die Generalsanierung des Gebäudes ist insgesamt auf 21,3 Millionen Euro veranschlagt. Hart wird der Kampf nicht nur gegen die Kosten, sondern auch gegen den Druck des engen Zeitplans. Da große Teile der Sanierung im Zuge des Konjunkturpakets der Bundesregierung bezuschusst werden, muss alles bis Ende 2011 abgenommen und abgerechnet sein. Das Haus selbst soll im Mai 2012 offiziell neu eröffnet werden.
Da andere Kommunen auch große Projekte angeleiert haben, ergibt sich ein anderes Problem. Edgar Mathe, Chef der Wohnungsbaugesellschaft WBG, die das Projekt für die Stadt durchzieht, sagt: „Viele Handwerksbetriebe sind voll ausgelastet.“ Trotzdem sei es der WBG bislang gelungen, zahlreiche Betriebe aus der Region zu verpflichten.
Dass es am Bau im Wittelsbacher Park derzeit heiß und vor allem laut zugeht, davon können sich auch die Nachbarn überzeugen. Am lautesten sind die Betonsägen, die sich Millimeter für Millimeter durch die Wände im Erdgeschoss arbeiten. Grund: Zwei neue Notausgänge müssen her.
Neben der Demontage der Einbauten sind die rund 25 Bauarbeiter, die aktuell in der Kongresshalle zu Gange sind, vor allem mit der Installierung der Sprinkleranlage beschäftigt. Schon fertig ist eine komplett neue Lüftungszentrale für Frisch- und Abluft. Das große Bauwerk sieht auf den ersten Blick aus wie ein U-Boot, wird aber später nahezu komplett im Boden verschwunden sein. Schon vor dem großen Regen wurde das Dach neu isoliert.
Die Sanierung eines Baudenkmals bedarf ständiger Überwachung. Zumal, wenn die oberste Devise heißt, dass man den alten Zustand wieder herstellen möchte. Da dürfen nicht einmal Sprayzeichen auf dem Beton angebracht werden – sonst üblich auf jeder Baustelle. Täglich dreht Architekt Tham seine Runden. Das Gebäude mit den vielen Gängen und Zimmern, das ihm früher eher wie ein Labyrinth vorkam, kennt er nun aus dem „Effeff“. Eine besondere Herausforderung wird der Einbau der neuen überdimensionalen Glasscheiben im Foyer sein. Die sieben auf 1,80 Meter großen Scheiben sind rund 850 Kilo schwer. Im September beginnt der Austausch der Fenster in der Fassade. Ein Meisterwerk wird auch von der Lüftungstechnik erwartet. Um die Luftströme berechnen zu können, wurde die große Halle als Modell nachgebaut und wanderte ins Testlabor.
Nicht mal als Modell, sondern nur in den Köpfen existiert dagegen die Außenanlage. Nachdem die Stadt eine Million für deren Neugestaltung gestrichen hat, ist kaum etwas machbar. Erst durch die passende Gestaltung könnte aber das Ensemble richtig wirken. Hier müsse dringend etwas passieren, so Tham.
Ein Landschaftsarchitekt ist bestellt und Regio-Chef Götz Beck, zuständig für die Kongresshalle, kündigte an, er werde die Büsche notfalls eigenhändig entfernen, damit der Blick auf die beleuchtete Halle möglich wird.

Quelle: Augsburger Allgemeine 10.08.2010

Abrissarbeiten im Außenbezirk des Wasser- und Schifffahrtsamtes

09.07.2010 - St. Goar

Nachdem die gesamte Dienststelle des Wasser- und Schifffahrtsamtes nach St. Goar-Fellen in die Gebäude der ehemaligen Mercedes-Niederlassung verlegt ist, haben die Abbrucharbeiten am bisherigen und künftigen Standort am St. Goarer Rheinfelshafen begonnen.

Der Neubau der Dienststelle wird durch hochwasserfreie Neubauten – Büro- und Sozialgebäude, Werkstätten und Lager – in massiver Bauweise erfolgen. Die umfangreichen Baumaßnahmen sollen innerhalb von zwei Jahren beendet sein. Das Kostenvolumen beläuft sich auf rund 4 Millionen Euro.

Quelle: http://www.str-goar.de

Ein letzter Tanz in der Kongresshalle

14.04.2010 05:12 Uhr

Team 70 spielte mit Udo Jürgens und Roy Black, seit 40 Jahren sind die Musiker auf der Bühne, gestalteten die Hasenbälle und traten bei Presse- und Opernbällen auf. Schon bei der Eröffnung der Kongresshalle waren sie dabei, nun begleiten sie die Gäste beim Abschiedsball am Samstag, 24. April, ab 20 Uhr. Ab 1. Mai wird das Gebäude zur Sanierung geschlossen. „Ein letzter Tanz“, unter diesem Motto lässt die Band unter Günter Ortmann Erinnerungen an die vergangenen musikalischen Jahrzehnte und die schönsten Auftritte aufleben. Mit dabei ist auch Sängerin Linda G. Thomson alias Linda Übelherr.

Quelle: http://www,Augsburg.tv

Die Augsburger Allgemeine, Maximilianstraße 3, verlost zehnmal zwei Karten für den Abschiedsball. So können Sie mitmachen: Schicken Sie bis 19. April eine Mail an: verlosung.lok@augsburger-allgemeine.de (Kennwort: Team). Oder rufen Sie uns unter der Hotline (01 37) 837 00 40 (0,50 Euro/Anruf aus dem Festnetz der Deutschen Telekom - Preise aus dem Mobilfunknetz können abweichen) an und nennen Sie uns das Lösungswort: Team. Oder senden Sie uns eine SMS mit dem Inhalt zeitung win team an die Kurzwahlnummer 5 20 20 (0,50 Euro/SMS inkl. 0,12 Euro VDF-D2-Anteil). Bitte geben Sie Ihre Adresse an. Den Gewinnern werden die Karten zugesandt. (juni) Karten für den Ball mit Team 70 gibt es beim AZ-Kartenservice rt1 in der Maximilianstraße 3.

Kasernengebäude weicht Kita

03.05.2010 - NEUSTADT
Von Christopher Spies

NEUBAU Abriss in der Moltkestraße läuft / Ab 28. Mai entsteht zweigeschossige Einrichtung

Wo früher Soldaten erxerzierten und durch den Schlamm robbten, werden in Zukunft Kinder spielen. Eines der Gebäude der ehemaligen Alicekaserne in der Moltkestraße wird abgerissen. Eine neue Kindertagesstätte wird am frei gewordenen Platz entstehen. In den vorigen Jahren war noch ein Studentenwohnheim im Haus beheimatet. Die Stadt Mainz stand vor der Frage: Soll das Gebäude komplett saniert oder abgerissen werden? Man entschied sich für die nachhaltigere Lösung - die Bausubstanz stammte immerhin noch aus den 1920er Jahren. Eine Renovierung hätte sich nicht mehr gelohnt, sagte Dagmar Krollmann vom städtischen Hochbauamt.
Bereits am 28. Mai soll der Startschuss für den Neubau fallen. Zweigeschossig soll die neue Kita werden - und sehr modern, wie Krollmann erläuterte. Und das Abrissunternehmen leistet ganze Arbeit: Immer mehr Mauerwerk des alten Hauses bricht unter dem Greifarm des großen Baggers weg. Holz splittert, Ziegelsteine fallen - doch die Nachbarschaft wird nicht beeinträchtigt. Die Baustelle ist weiträumig abgesperrt, gegen die Staubentwicklung hilft ein Wasserstrahl.
Baudezernentin Marianne Grosse (SPD) besichtigte nun die Arbeiten. „Im Geruch des Abrisses und des alten Mauerwerks liegt immer auch ein Neuanfang. Wir wissen: In kurzer Zeit entsteht hier etwas“, sagte sie. Die Erfahrung von anderen Bauprojekten im Schul- und Kita-Bereich zeige, dass ein neues Dach über dem Kopf immer auch eine gewisse Leidenschaft bei Mitarbeitern und Kindern entfache: „Motivation und Ideen hängen eben oft auch mit der Ausstattung des Gebäudes zusammen.“ Die Stadt investiert über 70 Millionen Euro in Kinder und Jugend, Kitas und Schulen. Eine bedeutende Summe, wie die Baudezernentin feststellt. „Wir haben uns da zurecht in die Schuld nehmen lassen und investieren in die Zukunft unserer Kinder.“
Die Kindertagesstätte Moltkestraße füge sich perfekt in ihr Umfeld ein und passe zur Neustadt, meinte Grosse. Denn auch der benachbarte Valenciaplatz mit seinen Bäumen, Sträuchern, Wiesen und Spielmöglichkeiten wird den kleinen Kindern viel Raum zum Toben bieten.

Hilchenhaus Lorch

Das Hilchenhaus in Lorch
Aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, ist als "schönster Renaissancebau am Mittelrhein" bekannt.

Zur Zeit ist es aber eine Bauruine durch den gescheiterten Bau eines Hotels, bei dessen Aufbau es zum Teil eingerissen und verschandelt wurde.m Jahr 2009 wurden 5,3 Mio. Euro für die Renovierung des Hilchenhauses bereitgestellt.

Weitere Infos finden Sie hier.

Schlossberg-Klinik baut für 22 Millionen

Gesundheitswesen - Minister Banzer übergibt in Bad König Förderbescheid - Asklepios verspricht bis zu 80 neue Stellen


Foto: Guido Schiek

Die Bagger rollen schon: Auf einem an das jetzige Areal angrenzende Grundstück baut die Asklepios-Klinik Bad König (im Hintergrund der Turm des denkmalgeschützten Hauptgebäudes) einen neuen Stationstrakt. Derzeit sind Abrissarbeiten in Gange, der Abschluss des 22-Millionen-Euro-Projekts ist für Ende 2011 geplant.

BAD KÖNIG.Ulrich Schultz hatte allen Grund zum Strahlen. Der Geschäftsführer der Asklepios Schlossberg-Klinik Bad König durfte am Freitag Hessens Gesundheitsminister Jürgen Banzer (CDU) bei sich im Hause begrüßen. Der war nicht mit leeren Händen gekommen, sondern hatte einen Förderbescheid über 17,5 Millionen Euro mit dabei.
Mit dem Geld finanziert die Fachklinik für neurologische Frührehabilitation, in der Patienten mit schwersten Schädel-Hirn-Verletzungen betreut werden, einen Neubau mit einer Kapazität von 80 Betten. Aus eigener Tasche steuert Asklepios weitere 4,5 Millionen Euro bei. Mit einem knappen Viertel der Eigenmittel richtet Asklepios im dritten Obergeschoss des Neubaus eine Privatklinik mit 18 Betten ein.Schultz sprach am Freitag von einem ,,besonderen, vielleicht sogar historischen Tag" für die Klinik, die mit ihren 80 Betten zu den größten Einrichtungen für neurologische Rehabilitation in Deutschland zählt. Der Neubau soll räumliche Engpässe beseitigen und eine Versorgung auf modernstem medizinischen Stand sichern. Bevor der private Krankenhausbetreiber Asklepios 1990 die Schlossberg Klinik übernahm, waren dort ein Altenheim und eine Einrichtung für Mehrfachbehinderte untergebracht. Nach und nach etablierte das Unternehmen an dieser Stelle eine neurologische Fachklinik, die inzwischen über eine eigene Intensivstation mit acht Betten verfügt.Das Klinikkonzept aber musste bislang in einem bestehenden Gebäude umgesetzt werden. Der Neubau mit einer Brutto-Grundfläche von 9200 Quadratmeter bietet nun die Chance einer auf die medizinischen Bedürfnisse genau abgestimmten Planung. ,,Die neurologische Frührehabilitation ist ein ganz junges Fach, das es in vielen Ländern gar nicht gibt", erklärte Chefarzt Michael Hartwich. Der Neubau biete noch einmal wesentlich bessere Möglichkeiten, Patienten zu helfen.In den neuen Trakt ziehen die Stationen mit allen medizinisch-therapeutischen Teilbereichen ein. Verwaltung und Einrichtungen wie Küche oder Werkstatt bleiben an ihren bisherigen Plätzen. Die frei werdenden Flächen im heutigen Bettentrakt sollen für eine sogenannte integrative Versorgung genutzt werden. Diese umfasst Angebote - auch ambulante - in der therapeutischen und diagnostischen Nachbehandlung. Zur weiterführenden Rehabilitation sollen bis zu 40 weitere Betten eingerichtet werden. Zusammen mit dem vorhandenen ,,Ambulanten Behandlungszentrum" wird die neurologische Behandlungskette über die Akut- und stationäre Rehabilitationsphase hinaus ergänzt. Bad Königs Bürgermeister Uwe Veith sprach sinngemäß von einem Leuchtturmprojekt für die Stadt und den Odenwaldkreis. Asklepios will in Bad König bis zu 80 zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Derzeit sind in der Klinik 400 Menschen beschäftigt - darunter 20 Ärzte, 160 Pflegekräfte und 75 Mitarbeiter in der Therapie. Bei der Übernahme durch den Gesundheitskonzern waren es nach Angaben von Schultz 120 Beschäftigte und 142 Betten. Den Personalschlüssel von fünf Mitarbeitern pro Patienten nannte Schultz ,,wohl einmalig in Deutschland". Er betonte, dass sein Haus weiter in der Champions League spielen wolle, was die neurologische Frührehabilitation angehe.Gesundheitsminister Banzer bezeichnete es als bemerkenswert, dass private Krankenhausträger in einem solchen Ausmaß vom Land gefördert würden wie jetzt die Asklepios-Klinik in Bad König. ,,Wir wollen in der Frage der Trägerschaft keinen Unterschied machen", sagte er. Für eine gute Versorgung brauche es alle drei Säulen in der Krankenhaus-Landschaft: die kommunale, die frei-gemeinnützige und die private. In Sachen Effizienz lasse sich einiges von privat geführten Kliniken lernen.An die Mitarbeiter gewandt erklärte Banzer, dass sie in einer besonders chancenreichen und nicht von der Konjunktur abhängigen Zukunftsbranche tätig seien. Die Zahl der im Gesundheitswesen Beschäftigten werde sich in Deutschland binnen der nächsten zehn Jahre um eine auf etwa 5,4 Millionen erhöhen. Das Land Hessen investiert nach Angaben des Gesundheitsministeriums in diesem Jahr 250 Millionen Euro in Kliniken, dazu kommen noch 100 Millionen Euro aus dem Krankenhauskonjunturprogramm.Der Neubau in Bad König entsteht in unmittelbarer Nachbarschaft mehrerer Wohnhäuser. Anwohner hatten daher Bedenken geäußert, wie berichtet. Alternative Standorte wären nach Darstellung von Asklepios indes zu teuer gewesen. Auf dem rund 8000 Quadratmeter großen Gelände für den Neubau sind erste Abrissarbeiten bereits im Gange. Läuft alles nach Plan, soll Ende 2011 Einweihung gefeiert werden.

Quelle: Echo Online vom 21.11.2009

Mainzer Firma erhält Zuschlag

18.12.2009 - LORCH

HILCHENHAUS Parlament vergibt Auftrag für Abriss des Rohbaus
(bad). Die Firma Booiman´s GmbH aus Mainz wird den Rohbau am Hilchenhaus abreißen und den oberirdischen Weinkeller des Grafen von Kanitz sichern, sanieren und neu gestalten. Das hat die Stadtverordnetenversammlung in nichtöffentlicher Sitzung mehrheitlich beschlossen, teilte Bürgermeister Jürgen Helbing (FWG) mit. Die Firma will die Arbeiten für knapp 500000 Euro ausführen. 24 Firmen seien zur Angebotsabgabe aufgefordert worden, so Helbing. Sieben gaben ein Angebot ab. Das Architekturbüros Smp hatte empfohlen, dem Zweitgünstigsten, den Zuschlag zu geben. Der günstigste Anbieter konnte Zweifel an seiner Fachkunde und Zuverlässigkeit nicht ausräumen.
Am Montag soll die Baustelle eingerichtet werden, berichtete Helbing. Die Stadt will die Anlieger in einer Versammlung ausführlich über die Arbeiten und die damit verbundenen unvermeidlichen Lärmbelästigungen informieren. Der Rohbau wird im Sägeverfahren zerlegt, um den darunterliegenden Weinkeller und das Hilchenhaus nicht zu gefährden.

Wiesbadener Kurier vom 18.12.2009

Abschied von der Schimmelbude

Altes Vereinshaus am Wiesenborn wird abgerissen – Neubau soll im Mai kommenden Jahres fertig sein

Im linken Gebäudeteil finden sich die Umkleideräume und sanitären Einrichtungen. Im rechten Teil des Neubaus mit seiner verglasten Front wird die Vereinsgaststätte untergebracht. Außerdem sind je zwei Clubräume und Geschäftszimmer geplant.

Von Marc Kolbe

Nach 52 Jahren wird jetzt das Vereinshaus am Wiesenborn abgerissen. An seiner Stelle soll ein modernes Multifunktions-Gebäude errichtet werden.
KIRDORF.Unnachgiebig frisst sich der gierige Greifarm in den Beton. Am Montag fielen ihm der Besprechungsraum, die Toiletten und die Geschäftszimmer zum Opfer. Gestern nun mussten die Umkleidekabinen, die Küche und der Gastraum dran glauben – vom ehemaligen, 1957 errichteten Vereinsheim am Wiesenborn ist nicht mehr als ein Haufen Schutt übrig. Und alle Kirdorfer Fußballer – egal ob sie es mit der SGK oder DJK halten – schnaufen erleichtert durch.
Denn großes ist am Wiesenborn geplant: Rund 2,3 Millionen Euro will die Stadt in den dringend notwendigen Neubau investieren. Geplant ist ein Schmuckstück, auf das besonders Stadtrat Peter Vollrath-Kühne (FDP), als ehemaliger Mittelstürmer, mächtig stolz ist: «Wir errichten ein Niedrigst-Energie-Haus.»
Der Neubau war dringend notwendig; der alte Bau von 1957 war mächtig in die Jahre gekommen, schimmelte langsam vor sich. Gastmannschaft zu begrüßen war eher eine Peinlichkeit, denn eine Freude.
Rund 750 Quadratmeter Nutzfläche, verteilt auf zwei Gebäudeteile, sollen entstehen. In dem einen Teil des Neubaus sind sechs Umkleidekabinen und zwei Schiedsrichterkabinen jeweils mit Duschen, zwei Jugendräume (je einen für die zwei heimischen Vereine DJK und die SGK) ein Massage- und Haustechnikraum sowie eine Wäscherkammer untergebracht. In Haus Nummer zwei, das mit einem Vordach mit dem anderen Gebäudeteil verbunden ist, finden sich neben einem Kassenbereich, zwei Club- beziehungsweise Sitzungsräume vor allem der große Gastraum inklusive Thekenbereich und (interner) Küche. Durch eine komplett verglaste Front können die Besucher das Treiben auf den Fußballplätzen – zumindest aus der Ferne – beobachten. Zudem gibt es eine Terrasse.
Apropos des Stadtrats ganzer Stolz: Das Vereinsheim wird als – Achtung: Fachbegriff – energieeffizienter Neubau mit Passiv-Haus-Elementen errichtet. «Das bedeutet, dass das Gebäude hoch wärme-gedämmt ist», erklärt Architekt Marcus Kempf. Sein Büro WK.concept ist ein Spezialist für Energieeffizienz. 24 Zentimeter Wärmedämmung an den Wänden, dreifach verglaste Fenster und eine Warmwassergewinnung die zu großen Teilen über eine Solaranlage auf dem Dach gespeist wird, sorgen dafür, dass keine Energie verschwendet wird.
Fertiggestellt werden soll der Bau Mitte/Ende Mai 2010 – das bedeutet für die beiden Kirdorfer Vereine eine Saison «Auswärtsspiele» im Sportzentrum Nord-West. Doch das nimmt man in Kauf. «Es war an der Zeit, dass das alte Gebäude wegkommt», sagt Heinz Barth. Der SGK-Vorstand hat im Auftrag beider Vereine jede Menge Planungsarbeit geleistet. Denn letztlich fußt das Gebäude auf Vorschlägen von DJK und SGK. Deswegen sagt die Vorsitzende der DJK, Monika Kaiser: «Bei uns macht sich große Euphorie breit.»

Taunus Zeitung - Hochtaunus vom 29.07.2009

Hoffen auf neuen Ort der Begegnung

RHEINGAUHALLE Für viele Eltviller verschwindet ein Stück Erinnerung / Neuer "Ort der Begegnung" wichtig.

Vom 25.07.2009
Von Johanna Dupré

ELTVILLE. Eine Lücke klafft dort, wo früher die Rheingauhalle stand. Gut zwei Wochen nachdem der Bagger anrollte, sind von dem einstigen 60er-Jahre-Bau mit seinem pastellfarbenen Seitengebebäude nur graue Trümmer übrig. Während die Baumaschinen letzte Arbeiten verrichten, denken viele Eltviller an das, was sie mit der alten Halle verbinden. "Dieses Haus steht seit über 100 Jahren", meint etwa Rudolf Gläsel, der die Baulücke schon mehrere Minuten betrachtet und zeigt auf das Fachwerkhaus rechts daneben, "die Halle hat nicht einmal 50 Jahre gehalten". Der 76-Jährige kann sich noch gut daran erinnern, wie damals das Rex-Kino und die alte Stadthalle abgerissen wurden, um Platz für die Rheingauhalle samt Parkplatz zu schaffen.
Bei der offiziellen Einweihung im Jahr 1963 war Horst Weber, Erster Stadtrat a.D., bereits dabei. Nun kommt er, wie heute, regelmäßig mit seiner Kamera zur Baustelle, um die Abrissarbeiten in einer privaten Bilderstrecke zu dokumentieren. Schließlich hat der frühere Stadtparlamentarier viele Erinnerungen an die Rheingauhalle. "Einen Teil des Saals im ersten Obergeschoss konnte man mit einer Schiebetür abtrennen", erzählt er, "dort hat jahrelang die Stadtverordnetenversammlung getagt". Auch Reiseveranstaltungen, Betriebsfeiern und Abschlussbälle hätten die Halle mit Leben gefüllt.
Viele der Bälle wurden von Michael Bleul, bis vor zehn Jahren Leiter der früheren Tanzschule Haselier, veranstaltet. Noch heute denkt er gern daran, wie festlich gekleidete Schüler in der Halle Polonaise und Française tanzten. Als noch noch ein paar Mauern standen, fiel sein Blick zufällig auf den kleinen Raum, wo er als Organisator seinen Tisch stehen hatte. "Das war schon ein trauriger Moment", sagt er. Gudrun Mödden ist dagegen froh, dass mit dem Abriss der erste Schritt für einen Neuanfang gemacht ist - obwohl sie selbst "als junges Mädchen auf Bälle und Karnevalsveranstaltungen" in die Rheingauhalle ging. "Sie war aber nicht mehr zeitgemäß, außerdem asbestverseucht und stand einfach zu lange leer", sagt die 70-Jährige und hofft, dass an den Plänen für eine Halle an der Schwalbacher Straße in Zusammenarbeit mit dem Rheingau-Musik-Festival festgehalten wird.
Sollte die geplante Konzerthalle eine Nutzung durch Vereine vorsehen, wäre das "ein positives Projekt", findet auch Thomas Flöck, zweiter Vorsitzender des Eltviller Carneval Vereins. Bis die Rheingauhalle vor fünf Jahren geschlossen werden musste, hat der ECV dort Sitzungen, Maskenbälle und auch sein 55-jähriges Bestehen gefeiert. "Für uns war es ein Schock, als sie zugemacht wurde, ohne dass eine Ersatzlösung feststand", sagt Flöck. Mit Eigeninitative und unterstützt von Kreis und Stadt, wurde die Alternative in der Turnhalle der Freiherr-vom-Stein-Schule gefunden. Eine neue Halle hält er dennoch für nötig: "Es ist wichtig, dass die Stadt einen Ort der Begegnung hat". Ähnlich sieht das Josef Wenz, Vorsitzender des Gesangbereins "Liederkranz", der bereits in der alten Stadthalle jedes Jahr ihr Adventskonzert gegeben hatten. Jetzt findet es im Festsaal des Hotels Frankenbach statt.

Main-Rheiner vom 25.07.2009

Rheingauhalle sinkt in die Knie

09.07.2009 - ELTVILLE
ABRISS Bagger reißen Wände nieder/Köllmann will neues Hotel auch betreiben

Die ersten Mauern der traditionsreichen Rheingauhalle sind gefallen. Gestern hat sich der Bagger erstmals an die Außenmauern herangemacht. Etwa drei Wochen werde es dauern, bis die Halle komplett abgerissen sei, teilte der Bauleiter mit. Wie berichtet, wird sie im Auftrag des Zweckverbands Rheingau abgerissen, um dort einen Hotelneubau zu errichten. Die Stadt Eltville hatte das Projekt für das Stadtumbauprogramm angemeldet. Die Abrisskosten betragen 205000 Euro.
Wie berichtet, ist der Unternehmer und Eigentümer des Mapper Hofs, Jürg Köllmann ,mittlerweile am Bau des neuen Hotels dort interessiert. Die Fibona Beteiligungs-Holding GmbH will auf dem westlichen Teil des Grundstücks ein Légere-Hotel mit 126 Zimmern und einem Konferenzbereich für neun Millionen Euro bauen. Den zweiten Grundstücksteil will sich Köllmann per Kaufoption auf fünf Jahre sichern. Dort soll dann entweder eine Hotelnutzung oder eine anderweitige gewerbliche Nutzung entstehen. Damit könnte aus dem 126-Zimmer-Hotel ein wesentlich erweitertes Haus werden. Ursprünglich hatte das Stadtparlament ein 130-Zimmer-Hotel beschlossen. Die Baukosten wurden dafür auf 14 Millionen Euro beziffert, woran die Finanzierung bisher gescheitert war. Dafür fand sich kein Investor. Falls keine Hotelerweiterung auf dem zweiten Grundstücksteil sinnvoll sei, wolle die Stadt festlegen, welches Gewerbe dort erwünscht ist, nämlich möglichst nicht störendes. Köllmann wolle das Hotel selbst betreiben, dessen Tochter sei Hotelfachfrau, berichtete Kunkel. Die Fibona baue derzeit zwei weitere Hotels in Luxemburg, das sie selbst betreibe, und in Dresden. Beide sollen 2010 in Betrieb gehen. Köllmann plane, so Kunkel, das Eltviller Hotel möglichst im Herbst 2010 zu eröffnen.
Kunkel ist sicher, dass außer der CDU auch SPD und FDP die Vereinbarung mittragen, die mit Köllmann abgeschlossen werden soll. Wie berichtet, sind der Kaufpreis von 80 Euro pro Quadratmeter und das Überlassen von 60 Parkplätzen aus dem städtischen Kontingent im Kilianscenter-Parkhaus umstritten. Das Stadtparlament entscheidet in einer Sondersitzung am kommenden Montag, 13. Juli, über die Vereinbarung. Geht sie durch, soll sie nach Kunkels Marschrichtung am 21. Juli im Magistrat verabschiedet werden. Bis 14. September will Köllmann dann seine kompletten Hotelpläne und eine Finanzierungszusage seiner Bank vorlegen.

Wiesbadener Kurier vom 09.07.2009

Römersiedlung unter Einsatzwagen

24.07.2009 - MAINZ
Von Bernd Funke

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ARCHÄOLOGIE Bei Aushub für Feuerwache II Spuren einer Lagervorstadt entdeckt

"Dass die Feuerwache II nicht unterkellert wird, ist für uns bedauerlich", gibt Landesarchäologe Dr. Gerd Rupprecht zu. Denn hier, an der Ecke Rheinallee/ Kaiser-Karl-Ring, wäre für die Archäologen ganz sicher noch viel mehr zu entdecken als das, was bis gestern ans Tageslicht kam. "Immerhin befinden wir uns hier am so genannten Dimesser Ort, der nach der 1592 abgerissenen Kirche St. Theonest so benannt wurde", lokalisiert Rupprecht die Fundstelle "rund 1100 Meter nordöstlich der römischen Stadtmauer des 3. Jahrhunderts". Überall im weiten Umfeld wurden römische Siedlungsreste und Gräber gefunden. In der Baugrube für die Feuerwache II (später wird sie wieder verfüllt) hatten Baggerfahrer keine andere Wahl: beim Ausheben "Kubikmeter großer Betonklötze" fraßen sich die Baggerschaufeln auch in das Erdreich und zerstörten Hinterlassenschaften aus römischer Zeit. Dennoch blieb ein drei mal fünf Meter großer Erdbrocken stehen, an dem die Archäologen zwei Profile anlegen konnten. "Die Bodenschichten gehen von lehmig-sandig über eine gewisse Vergrauung bis zu Schwarz", beschreibt Rupprecht die Fundsituation. In der grauen Schicht, die für erste Ablagerungen des Rheins steht, "haben wir viele Scherben gefunden, die uns bei der genauen Datierung helfen, leider keine ganzen Gefäße", berichtet der Landesarchäologe und deutet an, dass seine Mitarbeiter "wohl zumindest eine halbe Amphore wieder zusammensetzen können". Für Rupprecht steht fest, dass sich hier eine "Canabae" befand, eine römische Lagervorstadt. "Aber das war kein selbständiger Ort, sondern gehörte zum Territorium des Militärs wie alle Ansiedlungen, die nicht mehr als eine Leuge, das sind 2,2 Kilometer, von Moguntiacum entfernt waren", ordnet der Landesarchäologe ein. Möglicherweise sei hier (damals verlief der Rhein in etwa dort, wo heute die Rheinallee ist) ein Umschlagplatz für Waren gewesen - "allerdings haben wir noch kein Lager wie etwa in Weisenau gefunden."
Selbst wenn die Funde auf dem Gelände der künftigen Feuerwache II bislang nicht sensationell waren - eine weitere Chance erschließt sich, wenn die Baggerarbeiten fortgesetzt werden. Und Rupprecht setzt auf Bauarbeiten in unmittelbarer Nähe: "Mitte des 19. Jahrhunderts wurde im Rhein, der zur Römerzeit noch viele Inseln hatte, mächtiges Mauerwerk entdeckt. Bei den weiteren Arbeiten am Zollhafen müssen wir also aufpassen."

Quelle: Allgemeine Zeitung - 24.07.2009

Der Abriss beginnt...

Die Abrissarbeiten auf dem Gelände der neuen Feuerwache 2 haben begonnen.

Quelle: www.feuerwehr-mainz.org

Abriss an Rheingauhalle hat begonnen

Von: Birgit Roßkopf

Eltville am Rhein. Wie bereits berichtet, wird die aus den 1960er Jahren stammende Rheingauhalle abgerissen. Nach den Zielen des Zweckverbandes Rheingau – der im Rahmen des Stadtumbauprogrammes die Bauherrschaft für den Rückbau der Halle übernommen hat – und der Stadt Eltville soll dem Abriss ein Hotelneubau folgen. Bei einer öffentlichen Ausschreibung unterbreitete ein Mainzer Abbruchunternehmen das wirtschaftlich günstigste Angebot. Mit rund 205.000 Euro liegen demnach die Kosten für den Abbruch des circa 17.400 cbm umfassenden Baukörpers deutlich unter den bisher auf bis zu 350.000 Euro geschätzten Kosten. Der Zweckverband hat inzwischen den Auftrag an die betreffende Firma erteilt. Die Baustelle ist bereits eingerichtet und es beginnen die ersten Entkernungsarbeiten im Gebäude, so Bürgermeister Patrick Kunkel. Spätestens in etwa drei Wochen soll nach der Zeitplanung des beauftragten Unternehmens dann mit den Abbrucharbeiten an der Gebäudehülle begonnen werden. Auf ungefähr 70 Arbeitstage schätzt die Firma die Zeit für die Durchführung aller nötigen Maßnahmen. Etwa 4.500 bis 5.000 Tonnen Bauschutt gilt es, dabei zu entsorgen. Mit dem Unternehmen ist vereinbart, so Kunkel, die circa 190 LKW-Transporte auf kurzem Wege ausschließlich über die Erbacher Straße zur nahen B 42 zu leiten. Die örtliche Überwachung der Arbeiten hat der Zweckverband einem Ingenieurbüro übertragen. Ein weiteres Fachbüro ist mit der für eine solche Maßnahme erforderlichen Sicherheitskoordination betraut, erläutert Kunkel weiter. Wichtig sei ein sicherer und zügiger Arbeitsablauf mit möglichst geringer Belastung für die Anwohner. So werde zur Verhinderung von Staubentwicklung der Baukörper während den Arbeiten zum Beispiel mit Wasser berieselt. Es wird jedoch sicher nicht gänzlich ohne Lärm und Staub gehen, räumt der Eltviller Bürgermeister ein. Er hoffe aber auf das Verständnis der betroffenen Anlieger und gehe von einer umsichtigen Arbeitsweise des erfahrenen Abbruchunternehmers aus. Auf einem Bauschild vor Ort werden die am Abbruch beteiligten Firmen aufgeführt. Der „Eltviller Tisch“ zieht damit auch an einen neuen Standort. Die Container, die bereits angeliefert sind und derzeit hergerichtet werden, stehen dann an der Weinhohle. Für den Übergang findet die Ausgabe ab sofort in den dortigen Garagen statt. Selbstverständlich können sich die Eltviller Bürgerinnen und Bürger jederzeit an die Verwaltung wenden, um Fragen und Informationen zum Abbruch klären zu lassen. Als Ansprechpartner stehen im Bauamt Rüdiger Ziethmann unter Telefon 06123 697- 350 und im Ordnungsamt Michael Stutzer unter Telefon 06123-697-400 zur Verfügung.

Eltville am Rhein, 8. Juni 2009

Handwerker im Altersheim

Alters- und Pflegeheim Kuppenheim wird komplett saniert Selektiver Rückbau an denkmalgeschütztem Bestand, Universität des Saarlandes Saarbrücken "Alte Bibliothek" (16.02.-29.05.2009)

Während man überall fröhlich Karneval feierte, wurde am 23.2.2009 in der SULB mit dem Abriss des ehemaligen Verwaltungstraktes begonnen.

Innen wurde die Technik demontiert, im Außenbereich begann man mit dem Abtragen der Außenfassade.

So sah der alte Anbau von 1984 o h n e die gewohnten, schwarzen Schieferschindeln aus...

...und das blieb davon übrig, nachdem ein Bagger zwei Tage in Aktion trat.

Es war faszinierend wie präzise und schnell die ehemaligen Büros der Zeitschriftenabteilung, der Tausch-und Geschenkstelle, von Teilen der Medienbearbeitung und einer Fachreferentin “abgebaut” wurden.

Clubhaus liegt in Schutt & Asche

Niederrad. Gute Nachrichten für die Rugby- und Hockeyabteilung der Frankfurter Eintracht: Die Ruine des abgebrannten Vereinshauses auf der Sportanlage Buchenrode in den Sandhöfer Wiesen wurde endlich abgerissen. Ersatz ist schon in Aussicht. Das Sport- und Badeamt wird die Bauplanung für ein neues Haus in Containerbauweise in Auftrag geben. In den nächsten Wochen stellt die Stadt vorerst einen Container als Provisorium auf den Sandhöfer Wiesen auf.

Dann können die zwei Sportabteilungen, die sich nach dem Brand vergangenen November auf den Sportgeländen im Riederwald und auf der Hahnstraße behelfen mussten, an ihren angestammten Trainingsort zurückkehren. Die Rugbyspieler hatten nach Monaten auf dem unbequemen Hartplatz im Riederwald bereits seit dem Frühjahr wieder in Niederrad trainiert, obwohl es keine Umkleiden gab. „Jetzt steht uns eine Versicherungssumme von rund 200 000 Euro zur Verfügung, für die wir eine kostengünstige und für alle Beteiligten sinnvolle Lösung finden müssen“, erklärt Jürgen Buseck, zuständiger Abteilungsleiter im Sportamt. Angedacht sei nämlich ein Betreuungsvertrag für die städtische Anlage, in den auch andere Vereine mit eingebunden werden könnten.

Ursprünglich wollte das Sportamt aus wirtschaftlichen Gründen in zwei Jahren den jetzigen Gebäudebestand durch Container ersetzen, die an anderer Stelle von der Eintracht nicht mehr gebraucht werden. „Der Brand hat diese Pläne gewissermaßen durchkreuzt. Nun müssen wir früher handeln“, sagt Buseck. Der Schaden durch den Brand wurde zuletzt auf rund 125 000 Euro geschätzt. Buseck räumt jedoch ein, dass die Stadt von der Versicherungssumme nicht nur den Neubau bestreiten müsse, sondern auch den Abriss des jetzigen unbenutzbaren Gebäudes.

Das Feuer war vergangenen November durch einen Kabelbrand in einem VW-Bus der Eintracht auf dem Gelände ausgelöst worden. Da ein Übergreifen der Flammen auf das hölzerne Gebäude nicht verhindert werden konnte, sprang die Versicherung ein. Ein weiteres Problem durch den Brand war die defekte Flutlichtanlage, die nach Auskunft des Pressewartes der Rugby-Abteilung, Michael Preußer, nicht richtig repariert wurde.

„Da der Rasenplatz einfach besser bespielbar ist als das Sportgelände im Riederwald, haben wir uns im Mai zur Rückkehr auf die Sandhöfer Wiesen entschlossen“, erklärt Preußer. Das Fehlen von richtigen Umkleide- und Duschmöglichkeiten sowie einem Raum für gesellige Treffen sei dem Vereinsleben nicht gerade zuträglich gewesen. Preußer ließ durchblicken, dass sich seine Abteilung als Neubau eher ein massives Gebäude mit ausreichend Platz für Vereinsaktivitäten wünsche. „Nähere Informationen über die Planungen liegen uns derzeit weder von der Stadt noch der Geschäftsleitung der Eintracht vor.“

„Ob wir einen Vereinsraum für Treffen bei der angestrebten Containerlösung anbieten können, ist zu prüfen“, meint Buseck. Das hänge zunächst von bau- und kostentechnischen Fragen ab. Gegebenenfalls müsse man sehen, ob man weitere Mittel bewilligen könne, falls die Versicherungssumme dafür nicht reiche.

Von Kurmittelhaus II nur noch Gerippe übrig

Baggereinsatz in Kurstadt